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Anwalt für MPU in München:Rechtliche Beratung und Vorbereitung

Die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) – umgangssprachlich oft "Idiotentest" genannt – ist für die meisten Betroffenen ein massiver Schock. Häufig geht der Anordnung ein Ermittlungsverfahren, eine polizeiliche Vorladung oder gar ein Strafbefehl voraus. Wenn die Fahrerlaubnis entzogen wurde und nun eine MPU im Raum steht, rufen die strengen Auflagen schnell existenzielle Ängste hervor. Wichtig ist jetzt: Bewahren Sie Ruhe. Mit der richtigen Vorbereitung und einer klaren juristischen Strategie lässt sich diese Hürde meistern. Ein spezialisierter Anwalt kann Ihnen in dieser panikauslösenden Phase lösungsorientiert helfen, die rechtlichen Voraussetzungen zur Wiedererlangung Ihrer Fahrerlaubnis frühzeitig und rechtssicher zu schaffen.

Wann ordnet die Behörde eine MPU an?

Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) regelt strikt, wann Zweifel an der Fahreignung eines Kraftfahrzeugführers bestehen. Als erfahrener Anwalt für Strafrecht erlebe ich in der Praxis am häufigsten MPU-Anordnungen im Zusammenhang mit schweren Alkohol- oder Betäubungsmitteldelikten. Eine zwingende Anordnung erfolgt beispielsweise bei Fahrten mit einer Blutalkoholkonzentration ab 1,6 Promille oder bei wiederholten Auffälligkeiten wegen Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB). In der Praxis erfolgt eine MPU-Anordnung nach einen Trunkenheitsfahrt häufig jedoch bereits ab 1,1 Promille.

Auch beim strafrechtlichen Vorwurf Drogen am Steuer, insbesondere beim bloßen Nachweis von harten Drogen wie Kokain, Amphetaminen oder bei regelmäßigem Cannabis-Konsum ohne Trennungsvermögen, geht die Fahrerlaubnisbehörde unerbittlich von einer charakterlichen Ungeeignetheit aus. Die Fahrerlaubnis wird entzogen und die Wiedererteilung an ein positives MPU-Gutachten geknüpft.

Praxisbeispiel: Nach einer polizeilichen Fahrzeugkontrolle wird bei einem Mandanten durch einen Bluttest der Konsum von Kokain nachgewiesen. Es folgt ein Strafverfahren, parallel dazu leitet die Führerscheinstelle sofort den Entzug der Fahrerlaubnis ein. Durch umgehende rechtliche Beratung konnten wir die auferlegte gerichtliche Sperrfrist direkt nutzen, um in Abstimmung mit einem Verkehrspsychologen lückenlose Abstinenznachweise über 12 Monate aufzubauen. So konnte die MPU sofort nach Ablauf der Frist im ersten Anlauf bestanden werden.

Fristen, Sperrfristen und Abstinenznachweise

Wurde Ihnen die Fahrerlaubnis durch ein Gericht gemäß § 69 StGB entzogen, wird in aller Regel gleichzeitig eine Sperrfrist nach § 69a StGB verhängt. Diese beträgt meist sechs Monate bis zu fünf Jahre, in seltenen Fällen auch lebenslang. In dieser Zeit darf die Fahrerlaubnisbehörde Ihnen keinen neuen Führerschein ausstellen. Etwa drei bis sechs Monate vor Ablauf dieser Sperrfrist kann der Antrag auf Neuerteilung gestellt werden. Dann wird die Behörde die Vorlage des positiven MPU-Gutachtens fordern.

Nutzen Sie die Zeit der Sperrfrist! Wer unvorbereitet und ohne fundierte juristische Begleitung in eine Begutachtung geht, wird sehr wahrscheinlich durchfallen. Je nach Schwere des Vorwurfs verlangen die Begutachtungsstellen einen forensisch gesicherten Abstinenznachweis (Urinkontrollen oder Haaranalysen) über 6 oder sogar 12 Monate. Das bedeutet: Wenn Sie zu spät mit der Abstinenz beginnen, verzögert sich die Neuerteilung der Fahrerlaubnis massiv.

Rechtliche Beratung: Vorsicht vor unüberlegten Aussagen!

Ob bei einer polizeilichen Vorladung, Hausdurchsuchung oder Anhörung der Führerscheinstelle – machen Sie konsequent von Ihrem Schweigerecht Gebrauch! Äußerungen, die in der strafrechtlichen Vernehmung getätigt werden (z. B. "Ich kiffe doch nur ab und zu abends" oder "Ich trinke sonst nie so viel"), landen unweigerlich in der Führerscheinakte und werden vom MPU-Gutachter später gegen Sie verwendet. Solche vermeintlichen Entschuldigungen zementieren häufig die Notwendigkeit einer langwierigen psychologischen Untersuchung.

Als Rechtsanwalt fordere ich für Sie die Ermittlungsakte an und stimme die Verteidigung im Strafverfahren exakt auf Ihre spätere MPU ab. Beachten Sie zudem dringend: Setzen Sie sich während der Sperrfrist oder nach dem Entzug keinesfalls ans Steuer. Der Straftatbestand Fahren ohne Fahrerlaubnis führt unweigerlich zu einer weiteren, noch längeren Sperrfrist und macht ein positives MPU-Gutachten auf lange Sicht nahezu unmöglich.


FAQ: Häufige Fragen zur MPU und Neuerteilung

FAQ Hinweis

   ➔ Wie hoch sind die MPU Kosten für Alkohol- und Drogendelikte?
   ➔ Ist eine professionelle MPU-Vorbereitung zwingend nötig?
   ➔ Wie lange muss der Abstinenznachweis erbracht werden?
   ➔ Wann verjährt eine MPU-Auflage?
   ➔ Wird eine MPU auch wegen Punkten in Flensburg angeordnet?
   ➔ Darf ich während der Sperrfrist ein Fahrzeug führen?
   ➔ Ab wie viel Promille wird eine MPU angeordnet?

Wie hoch sind die MPU Kosten für Alkohol- und Drogendelikte?

Die reinen Begutachtungskosten hängen vom Anlass ab (Alkohol, Drogen, Punkte) und liegen meist zwischen 400 und 800 Euro. Hinzu kommen jedoch Kosten für Abstinenznachweise, Neuerteilung und fachliche Vorbereitung, sodass schnell Gesamtkosten von 2.000 bis 3.000 Euro entstehen können.

Ist eine professionelle MPU-Vorbereitung zwingend nötig?

Gesetzlich nicht, praktisch jedoch absolut empfehlenswert. Die Durchfallquote bei unvorbereiteten Teilnehmern ist extrem hoch. Ein Gutachter prüft intensiv, ob eine tiefgreifende Einstellungs- und Verhaltensänderung stattgefunden hat. Dies lässt sich ohne professionelle Hilfe kaum überzeugend darlegen.

Wie lange muss der Abstinenznachweis erbracht werden?

Das hängt von Ihrer individuellen Vorgeschichte und der Substanz ab. Bei harter Drogenabhängigkeit oder fortgeschrittener Alkoholproblematik sind in der Regel 12 Monate Abstinenz (per Haar- oder Urinanalyse) erforderlich. In leichteren Fällen können 6 Monate ausreichen.

Wann verjährt eine MPU-Auflage?

Eine klassische "Verjährung" gibt es so nicht, aber das Verkehrsrecht kennt Tilgungsfristen. Nach 15 Jahren (10 Jahre Tilgungsfrist plus maximal 5 Jahre Anlaufhemmung) dürfen alte Vergehen nicht mehr gegen Sie verwendet werden. Sie können dann die Fahrerlaubnis prüfungsfrei, aber eventuell mit neuen Fahrstunden, neu beantragen.

Wird eine MPU auch wegen Punkten in Flensburg angeordnet?

Ja. Werden 8 Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg erreicht, wird die Fahrerlaubnis zwingend entzogen. Für die Neuerteilung nach Ablauf der Sperrfrist fordert die Behörde dann zwingend eine positive MPU, um die charakterliche Eignung zu überprüfen.

Darf ich während der Sperrfrist ein Fahrzeug führen?

Nein. Setzen Sie sich während der Sperrfrist oder nach dem Entzug keinesfalls ans Steuer. Der Straftatbestand Fahren ohne Fahrerlaubnis führt unweigerlich zu einer weiteren, noch längeren Sperrfrist und macht ein positives MPU-Gutachten auf lange Sicht nahezu unmöglich.

Ab wie viel Promille wird eine MPU angeordnet?

Eine zwingende Anordnung erfolgt laut Gesetz bei Fahrten mit einer Blutalkoholkonzentration ab 1,6 Promille. In der Praxis erfolgt eine MPU-Anordnung häufig jedoch bereits ab 1,1 Promille oder bei wiederholten Auffälligkeiten wegen Trunkenheit im Verkehr.

Verlieren Sie keine wertvolle Zeit – kontaktieren Sie uns jetzt für eine professionelle Einschätzung.


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